Freiwillige Feuerwehr
     Bremen-Schönebeck

Alarmierung 08/20 - Brand nach Explosion 
am 27. März 2020 um 21:46 Uhr,
Tillmannstraße, Oslebshausen

Mehrere Explosionen konnte man am Freitagabend in weiten Teilen von Bremen vernehmen. Grund hierfür war ein Großbrand in einem Gewerbegebiet in Oslebshausen. Dort standen auf einem Schrottplatz mehrere Fahrzeuge sowie eine Lagerhalle in Flammen. Explodierende Gasflaschen stellten hierbei eine besondere Gefahr für alle Beteiligten da.

Wir rückten mit allen Fahrzeugen zur Einsatzstelle aus. Insgesamt setzten wir sechs Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung und dem Ablöschen von Glutnestern ein. Erst gegen 03:00 Uhr war dieser Einsatz nach dem Aufklaren von Mannschaft und Gerät für uns beendet.

Einen positiven Nebeneffekt hatte dieser Einsatz in Zeiten von COVID-19 für unsere Wehr. Man traf endlich mal wieder bekannte Gesichter und konnte mit gebührendem Abstand das ein oder andere Gespräch führen.

 

 

 

Alarmierung 07/20 - Rauchwarnmelder 
am 22. März 2020 um 06:27 Uhr,
Hünertshagen, Aumund-Hammersbeck

Ein Rauchwarnmelder in einer leer stehenden Wohnung hatte aus unbekannter Ursache Alarm geschlagen. Wir konnten noch auf der Anfahrt beidrehen.

 

 

 

Alarmierung 06/20 - brennt PKW 
am 25. Februar 2020 um 19:11 Uhr,
Siedlerweg, Grohn

Am Dienstagabend wurden wir zu einem brennenden PKW alarmiert.
Da die Kollegen der Feuerwache 6 durch einen anderen Einsatz gebunden waren, trafen wir zuerst an der Einsatzstelle ein.

Bei unserem Eintreffen brannte ein vor einer Garage stehender PKW im vorderen Bereich. Unser Angriffstrupp nahm die Brandbekämpfung mittels Schnellangriff auf und konnte ein Übergreifen des Feuers auf die Garage verhindern. Unterstützung bekamen wir noch durch ein Löschfahrzeug der Feuerwache 5, die uns eine Wärmebildkamera und einen akkubetriebenen Spreizer zum Öffnen der Motorhaube zur Verfügung stellten.

Nach dem Ablöschen des brennenden Motorraums klemmten wir noch die Batterie ab und sicherten das Fahrzeug gegen Wegrollen.

 

 

Alarmierung 05/20 - Sturmeinsätze 
am 09. Februar 2020 um 17:15 Uhr,
Schönebeck und St. Magnus

Die Alarmierung unserer Wehr am Sonntagnachmittag erfolgte für uns nicht unerwartet. Das seit Tagen angekündigte Sturmtief „Sabine“ hatte im Tagesverlauf deutlich an Fahrt aufgenommen.

Mit 26 Einsatzkräften konnten wir alle drei Löschfahrzeuge sowie unser Mannschaftstransportfahrzeug besetzen. Unser ELW rückte mit zwei Fernmeldern zur Unterstützung der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle aus.

In der Straße „Unter den Linden“ war eine 20m hohe Buche entwurzelt und in einen anderen Baum gefallen. Hier brauchten wir Unterstützung durch die Rüsteinheit der Berufsfeuerwehr. Durch einen Kran wurde die Buche zu Boden gebracht. An einem weiteren Baum war die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet. Dieser Baum wurde mittels Motorsäge gefällt.

In der Vegesacker Heerstraße drohte eine Tanne auf einem Privatgrundstück umzustürzen. Da von diesem Baum keine Gefahr ausging, wurden wir hier nicht tätig.

In der Straße Hasenhöft richteten wir an einer Baustelle einen umgestürzten Bauzaun und eine mobile Toilette wieder auf. In der Vockestraße war ein Baum auf die Straße gestürzt. Dieser wurde von uns zerkleinert und am Fahrbahnrand abgelegt.

Zu guter Letzt ging es für uns in die Herbartstraße. Hier waren gleich mehrere Bäume in einem Privatweg durch den Sturm beschädigt worden. Mit Unterstützung einer Drehleiter wurden die Bäume beschnitten. Starker Regen und heftige Windböen erschwerten unsere Arbeit.

Gegen 23:20 Uhr wurde die Einsatzbereitschaft aufgelöst. Nach Aufklaren der Fahrzeuge konnten die letzten Kräfte gegen 01:00 Uhr den Heimweg antreten.

 

 

Alarmierung 04/20 - Türöffnung 
am 07. Februar 2020 um 06:10 Uhr,
Alte Hafenstraße, Vegesack

Zu einer Notfall-Türöffnung wurden wir am frühen Freitagmorgen alarmiert. Eine schwer erkrankte Person war nicht mehr in der Lage die Wohnungstür selbsttätig zu öffnen. Da sich die Tür nicht mit herkömmlichen Mitteln öffnen ließ, halfen die zwischenzeitlich eingetroffenen Kollegen der Feuerwache 5 mit einem akkubetriebenen Spreizwerkzeug aus. Anschließend wurde die erkrankte Person durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

 

 

Alarmierung 03/20 - Wohnungsbrand 
am 01. Februar 2020 um 18:33 Uhr,
Hermann-Fortmann-Straße, Grohn

Am Samstagabend wurden wir zu einem Wohnungsbrand alarmiert. Bereits auf der Anfahrt hörten wir über Funk, dass das Feuer von den ersteintreffenden Kräften bestätigt wurde. Unser Angriffstrupp rüstete sich mit Atemschutzgeräten aus und wurde nach dem Eintreffen sofort zur Kontrolle des siebengeschossigen Wohngebäudes eingesetzt. Im ersten Obergeschoss brannten Einrichtungsgegenstände in einer Wohnung.

Ein Trupp unterstützte bei der Brandbekämpfung, ein weiterer Trupp ging als Sicherungstrupp in Bereitstellung.
Eine Person wurde ins Freie begleitet und wurde an den Rettungsdienst übergeben.

Wir waren mit drei Löschfahrzeugen vor Ort. Der Einsatz war gegen 20.00 beendet.

 

 

Alarmierung 02/20 - Dachstuhlbrand 
am 03. Januar 2020 um 11:03 Uhr,
Auf dem Flintacker, Aumund-Hammersbeck

Viel Zeit zum Ausruhen nach der arbeitsintensiven Silvesternacht war uns nicht vergönnt. Am Freitagvormittag wurden wir zu einem Dachstuhlbrand gerufen. Bei unserem Eintreffen stand der Dachstuhl einer eingeschossigen Doppelhaushälfte in Vollbrand. Flammen schlugen teilweise schon durch die Dachhaut.

Wir setzten insgesamt vier Trupps unter schweren Atemschutz zur Brandbekämpfung im Innenbereich und von außen über eine Drehleiter ein. Der Einsatz gestaltete sich als sehr zeitaufwendig, da ein großer Teil der Dachhaut und der darunterliegenden Dämmung aufgenommen werden musste.

Personell waren wir jedoch gut aufgestellt, da viele Kameraden die Brückentage nach dem Jahreswechsel genutzt haben. So konnten wir mit beiden Löschgruppenfahrzeugen und dem Mannschaftstransportfahrzeug zu der Einsatzstelle ausrücken. Gegen 13:30 Uhr war der Einsatz für uns beendet.

 

 

Alarmierung 01/20 - Wohnungsbrand 
am 01. Januar 2020 um 00:12 Uhr,
Hermann-Fortmann-Straße, Grohn

Der erste Einsatz im Jahr 2020 führte uns zu einem Wohnungsbrand in die Hermann-Fortmann-Straße.
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle haben Einrichtungsgegenstände in einer Wohnung gebrannt.
Da ungewiss war, ob sich noch Personen in der Wohnung bzw. auf dem Balkon aufhalten, musste schnell gehandelt werden.
Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz in die Wohnung vor und wurde dabei von den Kollegen der Feuerwache 5 unterstützt.
Der Wassertrupp stellte den Sicherungstrupp.
Es wurden keine Personen verletzt und das Feuer war schnell unter Kontrolle.

Zeitgleich gab es einen Balkonbrand und brennenden Unrat im Bereich der Grohner Düne, diese Einsätze wurden von anderen Feuerwehren übernommen.

 

 

Besondere Einsätze

Silobrand Kraftwerk Hastedt

11. – 22. Oktober 2008   

Das Kohle in einem Kraftwerk zur Gewinnung von Wärme und Strom verwendet wird ist bekannt. Wenn jedoch die Erzeugung von Wärme aus Steinkohle außerhalb des Kessels geschieht, dann ruft das den Einsatz der Feuerwehr auf den Plan. So geschehen am Sonntagvormittag, den 11. Oktober in einem 30m hohen und ca. 3000 Tonnen fassenden Kohlesilo des Heizkraftwerkes Bremen-Hastedt.



Dort ist es zu einem Schwelbrand in dem mit ca. 2600 Tonnen Steinkohle gefüllten Silo Nr.4 gekommen. Man entschied sich daraufhin zu einer kontrollierten vollständigen Entleerung des Silos über eine Förderbandstrecke.
   
Vier Trupps zum Teil unter Atemschutz kontrollierten während der Entleerung ständig die Förderbänder auf eventuelle Glutnester. Aufgrund von technischen Problemen kam es immer wieder zu längeren Stillständen der Förderbänder. 12 Stunden nach Feststellung des Schwelbrandes befanden sich noch immer 2/3 der ursprünglich 2600 Tonnen Steinkohle in dem Silo.

Die FF Schönebeck wurde am Sonntagabend per Funkmeldeempfänger zur Ablösung der schon seit etlichen Stunden im Einsatz befindlichen FF Neustadt alarmiert. An der Einsatzstelle eingetroffen beschränkte sich unsere Tätigkeit lediglich auf die Kontrolle der Förderbänder. Wir waren dann auch heilfroh, als pünktlich um 01.00 Uhr unsere Ablösung eintraf und wir uns schleunigst „vom Acker“ machen konnten.

Am Montagmorgen kam es während unserer Abwesenheit zu einer heftigen Verpuffung im Silo Nr. 4 in deren Folge das Dach und ein Teil der Förderanlage in das Silo stürzten. Am späten Montagnachmittag erhielten wir dann telefonisch über unseren Wehrführer erneut einen Auftrag zur Ablösung von Einsatzkräften. Dieses Mal galt es eine Schicht am Dienstag von 06.00 – 12.00 Uhr zu übernehmen.
Wir machten uns auf einen wenig spannenden Einsatz gefasst. Zuerst beschränkte sich unsere Tätigkeit lediglich auf die Unterstützung eines Saugwagens von einem hiesigen Entsorgungsunternehmen beim Abpumpen von durch Kohlestaub verunreinigten Löschwassers aus einem vollgelaufenen Keller unterhalb des Silos Nr.4. Dann jedoch wendete sich plötzlich das Blatt. Mit Beginn der Helligkeit wurde eine zunehmende Rauchentwicklung aus dem Silo Nr. 4 verzeichnet.

Der Einsatzleiter entschied sich daraufhin für den Einsatz eines recht imposanten 45m-Teleskopsteigers der Werkfeuerwehr Daimler-Chrysler um einen Schaumteppich über das Brandgut zu legen. Das Löschboot der Feuerwehr Bremen sorgte für ausreichend Schaummittel und den erforderlichen Wasserdruck.



Zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Wehren aus Vegesack und Schönebeck beobachteten aus sicherer Entfernung den Löschvorgang als es dann zu einer völlig unerwarteten Verpuffung innerhalb des Silos Nr. 4 kam.
Scheinbar konnte die Druckwelle nicht nach oben entweichen und bahnte sich ihren Weg durch die Förderanlage unterhalb des Silos. Durch die Verpuffung kam es zu einer starken Rauchentwicklung aus dem Bereich der Förderanlage unterhalb des Silos.

Kaum hatte sich die Aufregung nach der Verpuffung gelegt, da kam über den Einsatzstellenfunk schon ein neuer Einsatzbefehl. Dieses Mal gab es eine Feuermeldung aus dem sich ebenfalls auf dem Gelände befindlichen Blockheizkraftwerk. Zusammen mit den Kräften der Berufsfeuerwehr und der FF Vegesack waren wir in wenigen Minuten vor Ort.

In einem Kohlesilo dem sogenannten Tagesbunker auf 11m Höhe kam es zu einer starken Hitzeentwicklung. Mitarbeiter des Kraftwerkbetreibers waren bereits vor Ort und hatten die Anlage von Außen mit 2 C-Rohren gekühlt. Gemeinsam mit einem Trupp der BF übernahm ein Trupp unserer Wehr unter schwerem Atemschutz die Aufgabe der Kühlung der Anlage. Kaum hatten sich die Trupps mit ihren Strahlrohren in Position gebracht, beendete ohne Vorwarnung eine heftige Verpuffung innerhalb der Anlage den Einsatz.
Fluchtartig verließen die beiden Trupps das Gebäude über die Treppenhäuser und brachten sich in Sicherheit. Zum Glück gab es bei dieser Verpuffung außer einem Schrecken für die Einsatzkräfte keine Verletzten. Nachdem unsere Ablösung eingetroffen war, machten wir uns erschöpft auf den Rückweg.



Auch in den kommenden Tagen war die Feuerwehr personell und materiell sehr stark an der Einsatzstelle gebunden. Auch die Schönebecker Mitglieder des Fernmeldedienstes wurden des Öfteren zur Besetzung des Einsatzleitwagens ELW 2 an der Einsatzstelle benötigt. So erschien es denn auch nicht verwunderlich das man uns am Freitagnachmittag erneut zur Einsatzstelle beorderte. Während dieser Schicht stellten wir lediglich Sicherungstrupps ab, die bei Schweißarbeiten unterhalb der Silos Nr. 1 und 2 den Brandschutz gewährleisteten. Ein weiterer Trupp stand bei der Entleerung einer Kohlemühle unterhalb des Tagesbunkers in Standby.
Derweil gingen die Arbeiten am brennenden Silo Nr. 4 unentwegt weiter. Nachdem bereits ein kleiner Abbruchbagger ein Loch in die Außenhaut des Silos „geknabbert“ hatte, wurde ein großer Longfront-Bagger eingesetzt um die Außenhaut des Silos noch weiter zu öffnen.


Am Montagabend nahm dann die Intensität des Schwelbrandes derartig zu, so das sich die Feuerwehr für einen massiven Löschangriff entschied. Hierzu wurde auch das Wasserfördersystem eingesetzt, welches neben dem Feuerlöschboot für die Wasserversorgung von mehreren Wasserwerfern benötigt wurde.
Wir übernahmen mit einer Gruppe eine weitere Schicht am Dienstagmorgen, speisten mit unserem LF 8 einen Wasserwerfer ein und sorgten für den störungsfreien Betrieb des Wasserfördersystems. Um 12.00 Uhr wurden wir dann ein letztes Mal an der Einsatzstelle abgelöst.

Am Mittwochmittag, den 22. Oktober wurde dann endlich das erlösende „Feuer aus!“ verkündet. Für uns ging damit einer der längsten Einsätze in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schönebeck zu Ende. Noch lange wird dieser Einsatz für Gesprächsstoff innerhalb der Feuerwehr sorgen.


Weitere Informationen siehe Pressemitteilung Nr. 86, 87 und 89 aus dem Jahr 2008 der Feuerwehr Bremen

oder auf den Internetseiten des Kraftwerksbetreibers

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